Tragezeit Katzen: Wie lange sind Katzen schwanger?

Wenn eine Katze bereits schwanger ist oder man plant sie decken zu lassen, kommt oft die Frage:
Wie lange ist die Tragezeit bei Katzen?

In In diesem Artikel erklären wir, wann und wie lange eine Katze rollig ist, was die Anzeichen für eine Trächtigkeit sind, wie lange die Tragzeit bei Katzen ist und wie die Geburt verläuft.

Doch zuerst die Antwort kurz und knapp:

Eine Katze ist im Durchschnitt 9 Wochen lang schwanger. Vom Decken bis zur Geburt vergehen 58 bis 67 Tage bevor zwei bis sechs Junge zur Welt kommen.

Eine Katze bring pro Wurf im Durchschnitt 3 Jungen zu Welt

Wie lange ist die Tragezeit?

Wird die Katze trächtig, dauert die Tragezeit bei Katzen in der Regel ca. 9 Wochen (rund 58 bis 67 Tage).

Abweichungen von dieser Dauer sind normal, da die Spermien vom Kater sechs bis zehn Tage in der Gebärmutter der Katze überleben können. Findet die Deckung fünf Tage vor dem Eisprung statt, kann eine Katze bis zu 67 Tage trächtig sein, wird sie fünf Tage nach dem Eisprung gedeckt, kann die Geburt schon am 58. Tag erfolgen. Beim ersten Wurf gebärt eine Katze meist 2 bis 3 Junge, danach oft 3 bis 6 oder sogar mehr.

Mit einem Tragezeitrechner kann man das ungefähre Geburtsdatum selbst errechnen.

Trächtige Katze einen Tag vor der Geburt

Anzeichen für eine Trächtigkeit

In den ersten Wochen gibt es kaum körperliche Anzeichen für eine Trächtigkeit. Nach ungefähr 15 bis 18 Tagen schwellen dann die Zitzen an und werden rosa bis rötlich. Auch Morgenübelkeit, Trägheit und ein empfindlicher wachsender Bauch können mögliche Anzeichen sein.

Im Laufe der 9 Wochen der Trächtigkeit nimmt die Katze zwischen 1 und 2 Kilo zu. Einige Katzen werden verschmuster und fordern mehr Aufmerksamkeit, können sich aber auch genauso schnell wieder zurückziehen. Stimmungsschwankungen sind während der Schwangerschaft ganz normal. Der Appetit nimmt zudem zu und auch bei Katzendamen kann es zu Gelüsten kommen.

Mittels Ultraschall kann eine Schwangerschaft ab dem 35. Tag mit Sicherheit festgestellt werden. Ab dem 40. Tag können erste Aussagen über die Wurfgröße getroffen werden.

Ultraschalluntersuchung bei einer trächtigen Katze

Tipps für die Trächtigkeit bei Katzen

Während der Schwangerschaft brauchen Katzen besonders viel Aufmerksamkeit, Pflege und Geborgenheit.

  • Gesunde Ernährung: Die Nahrungsmenge kann während der Trächtigkeit 1,5 bis 2 Mal so viel sein, wie normal und sollte ab der 5. Trächtigkeitswoche um ca. 15 Prozent mehr Eiweiß und Kalorien gesteigert werden. Besonders wichtige Nährstoffe für trächtige Katzen sind Vitamin A, Taurin, Kupfer, Eisen, Arachidonsäure und Kalzium.
  • Regelmäßige Streicheleinheiten: Durch die Hormone, die die Katze während der Trächtigkeit produziert, wird sie zutraulicher und verschmuster. Zuneigung spielt deshalb bei der Pflege einer trächtigen Katze eine besondere Rolle. Doch Vorsicht, beim Streicheln sollte der Bauch gemieden werden und achte beim Hochheben darauf, ihre Hinterbeine zu stützen.
  • Impfungen: IdeaIerweise wird eine Katze vor der Paarung noch einmal untersucht und erhält dabei alle notwendigen Impfungen. Eine gesunde Katzenmama gibt beim Säugen ihre Immunität an die Jungen weiter, weshalb sie eine möglichst große Menge an Antikörpern haben sollte. Bei einem Blutbild kann der Tierarzt feststellen, ob dies der Fall ist oder ob weitere Impfungen notwendig sind.
  • Parasiten: Zwei Wochen vor und zwei Wochen nach der Entbindung sollte die Katze entwurmt werden. Katzenbabys werden häufig über die Muttermilch mit Spulwürmern infiziert.
  • Wurflager vorbereiten: Damit die Katze einen geeigneten Wurfplatz finden kann, sollte ein gemütliches Wurflager vorbereitet werden. So kann sich die Katze bereits vor der Geburt zurückziehen. Ein Karton ist besonders gut geeignet und sollte hoch genug sein, um zu verhindern, dass die neugierigen Jungen auf Erkundungstour gehen. 
Wurfplatz mit einer Schottische Faltohrkatze und ihren Kitten

Den Kartonboden kann man wie folgt auslegen: Erst mit Plastik, dann mit einer saugfähigen Schicht aus sauberen Laken, Handtüchern oder Bettbezügen und schließlich mit gemütlichen Decken. Das Wurflager sollte an einem Ort aufgestellt werden, an dem es warm ist und kein Durchzug herrscht. 

Katzen in der Schwangerschaft: Komplikationen erkennen

Die folgenden Symptome können auf Probleme während der Schwangerschaft hindeuten:

  • Futterverweigerung
  • Verstörtes unruhiges Verhalten
  • Schreit mehr als sonst
  • Leckt sich an den Genitalien, ohne, dass Jungen kommen
  • Unnormaler, übelriechender Ausfluss oder Blut während der Schwangerschaft
  • Geht auf die Katzentoilette ohne zu urinieren, jedoch tritt Blut aus

Die Geburt bei Katzen

Kurz vor der Geburt verändert sich das Verhalten einer trächtigen Katze. Schon zwei Wochen vorher macht sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Platz. Je näher die Geburt rückt, desto größer ist die Unruhe der Katze. Etwa 24 bis 48 Stunden vorher verliert sie den Appetit und ihre Körpertemperatur sinkt auf ca. 37,8 Grad ab.

Der Ablauf der Katzengeburt

Im Durchschnitt gebären Katzen am 63. Tag ihrer Trächtigkeit. Anzeichen für ein baldiges Gebären sind intensives Putzen, Miauen, schnurren, hecheln und sichtbare Kontraktionen, sowie dunkler, dickflüssiger Ausfluss. Sobald das Fruchtwasser austritt, dauert es nur noch wenige Stunden, bis das erste Kätzchen das Licht der Welt erblickt. Zwischendurch kann es sein, dass die Katze frisst, trinkt oder schläft.

Nach der Geburt leckte die Mutter die Fruchtwassermembranen von den Neugeborenen und frisst die Nachgeburt. Diese löst die Freisetzung des Hormons Oxytocin aus, das die Produktion der Muttermilch ankurbelt. Die Jungen sollten innerhalb von 24 Stunden nach der Geburt gesäugt werden, damit sie die Antikörper der Mutter über die Muttermilch aufnehmen können. Die Nabelschnur reißt nach der Geburt oder wird von der Mutter abgebissen. 

Viele Katzen schaffen die Geburt alleine, werden sie jedoch während der Geburt gestört, können sie den Prozess sogar für bis zu 48 Stunden unterbrechen. Kommen die Kitten zu schnell, liegt die Katze länger als 15 Minuten in den Presswehen oder dauert es mehrere Stunden bis das nächste Junge kommt, sollte man einen Tierarzt rufen. Es ist also gut, während der Geburt in der Nähe zu bleiben.

Nach der Geburt

Im Anschluss an die Geburt sollten die Jungen markiert und gewogen werden. Die Markierung kann mit einem kleinen Bändchen erfolgen. Nach der Geburt sollte ein Katzenbaby ca. 100 Gramm wiegen, 10 Tage nach der Geburt sollte sich dieses Gewicht verdoppelt haben. Um den Stuhlgang der Jungen zu fördern, leckt die Mutter die Babys ab. Wenn das nicht ausreicht, kannst man den Kätzchen mit einem lauwarmen Waschlappen das Bäuchlein vorsichtig reiben.

Auch die Katzenmutter sollte nach der Geburt im Auge behalten werden. Sie braucht nährstoffreiches Futter und frisches Wasser und kann auch noch zwei Wochen nach der Entbindung unter Ausfluss leiden. Bereits 2 bis 3 Wochen nach der Geburt kann eine Katze wieder rollig werden. Eine erneute Schwangerschaft sollte allerdings vermieden werden, bis die Jungen entwöhnt sind.

Ab wann sind Katzen geschlechtsreif?

Bevor eine Katze überhaupt trächtig werden kann, muss sie geschlechtsreif sein. Hauskatzen sind etwa ab dem 6. Monat das erste Mal bereit, gedeckt zu werden. Bei Rassekatzen kann die Zeit bis zur Geschlechtsreife variieren. So sind beispielsweise Siamkatzen oft schon ab dem 4. Monat bereit, während andere Katzenarten erst ab dem 12. Monat geschlechtsreif werden.

Unabhängig von der Rasse muss eine Katze ca. 80 Prozent ihres endgültigen Körpergewichts erreicht haben, bevor sie das erste Mal Kitten austragen kann.

Ist eine Katze dann geschlechtsreif, muss sie während der Hitze gedeckt werden. Als Hitze, Rolligkeit oder auch Raunze bezeichnet man bei Katzen die fruchtbare Phase, die zwischen 5 und 10 Tage andauert. War die Befruchtung erfolgreich, ist die Hitze rund 24 Stunden später vorbei.

Woran erkennt man eine rollige Katze?

Rolligkeit äußert sich von Katze zu Katze verschieden, doch es gibt einige Aspekte, die sich immer wieder beobachten lassen:

  • Rollen und Wälzen über den Boden
  • Körper auf den Boden drücken und dabei das Hinterteil recken
  • Den Schwanz zur Seite schieben
  • Lautes Miauen und Gurren
  • Reviermarkierung durch Kopfreiben, Kratzen oder Urin
  • Unruhiges Verhalten
  • Wenig Appetit
  • Großer Drang raus zu gehen

Wie lange ist eine Katze rollig?

Eine Katze wird rund 2 bis 4 Mal im Jahr rollig. Die Rolligkeit ist von der Lichtintensität abhängig. Wenn es tagsüber etwa 12 Stunden am Stück hell ist, werden Katzen rollig. In den Herbst- und Wintermonaten ist Rolligkeit deshalb eher unwahrscheinlich. Bei Katzen, die ausschließlich drinnen gehalten werden, ist der Zyklus durch die künstliche Beleuchtung nicht so zuverlässig.

Quellen und weitere Informationen

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