Wie alt werden Maine Coon Katzen?

Wenn man sich für Maine Coon Katzen interessiert oder sie bereits besitzt, kommt oft die Frage nach der Lebenserwartung. Doch wie alt werden eigentlich Maine Coon Katzen?

In diesem Artikel erklären wir wie lange Maine Coon Katzen im Durschnitt leben, was die Lebenserwartung beeinflusst und was man machen kann um sie zu verlängern.

Doch zuerst die Antwort kurz und knapp:

Eine Maine Coon Katze lebt im Durchschnitt 12 bis 15 Jahre. Dabei spielen Faktoren wie Futter, Pflege, med. Versorgung sowie die Erbanlagen eine große Rolle.

Maine Coon Katzen werden 12 bis 15 Jahre alt.

Lebenserwartung von Maine Coon Katzen

Die Lebenserwartung einer Maine Coon hängt von unterschiedlichen Faktoren, wie Futter, Pflege, medizinische Versorgung oder auch dem Verletzungsrisiko ab. Katzen mit Freigang leben gefährlicher, als solche, die ausschließlich im Haus gehalten werden. Im Durchschnitt wird eine Maine Coon Katze bei entsprechend artgerechter Haltung und Fütterung 12 bis 15 Jahre alt. Die Erbanlagen spielen jedoch dabei auch eine große Rolle.

Eine Studie aus England mit Daten von über 100.000 Katzen aller Rassen ergab, dass die durchschnittliche Lebenserwartung von Katzen 14 Jahre beträgt.

Im ersten Jahr durchlaufen die Katzen eine Zeit mit relativ hohem Risiko. Sie sind noch unerfahren und können sich verletzen und leider auch frühzeitig sterben. Wenn diese Zeit überstanden ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Katzen ein hohes Alter erreichen.

Im folgenden Diagramm ist die Sterberate bei Katzen mit verschiedenem Alter dargestellt.

Sterberate von Katzen

Was beeinflusst die Lebenserwartung einer Maine Coon?

Richtige Züchterwahl

Wie bei jeder anderen Katzenrasse können auch bei Maine Coon Katzen genetisch bedingte Erkrankungen wie z.B. Hüftgelenkdysplasie auftreten.

Bei einer Katze aus einer Hobbyzucht besteht immer die Gefahr, dass durch einen begrenzenten Genpool Erbkrankheiten entstehen. Das Problem ist, dass viele Erbkrankheiten erst im alter einer Katze sichtbar werden und das Risiko einer kürzeren Lebenserwartung erhöhen.

Bei der Züchterwahl sollte man unbedingt auf Erfahrung und Seriosität achten. Somit verringert man die Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten und verlängert automatisch die Lebenserwartung seiner Katze.

Katzen aus einer Nicht-Zucht sind jedoch nicht grundsätzlich schlecht. Man sollte nur wissen woher die Elterntiere kommen und ob Erbkrankheiten bekannt sind.

Gutes Futter und altersgerechte Ernährung

Damit eine Katze lange gesund und fit bleibt, sollten neben hochwertigem Futter, auch die Mengenempfehlungen für die jeweilige Rasse und das Alter beachtet werden. Besonders im Alter benötigen Katzen bestimmte Nährstoffe und Vitamine für ihre Gesundheit. Trotz Empfehlung altert jede Katze ein bisschen anders. Während manche im Alter leichter zunehmen, leiden andere unter Appetitlosigkeit. Deshalb sollte die Ernährung auf die individuellen Bedürfnisse des Tiers abgestimmt sein.

Gute medizinische Versorgung

Um verbreitete Infektionskrankheiten, besonders bei Katzen mit Freigang, zu vermeiden, ist es wichtig, Katzen impfen zu lassen. Auch nach der Impfung sind regelmäßige Tierarztbesuche notwendig, denn gerade bei älteren Katzen kann es zu typischen Altersleiden, wie Herzerkrankungen, Tumoren oder Nierenstörungen kommen.

Ausreichend Bewegung und Beschäftigung

Wie beim Menschen auch, sind ausreichend Bewegung und Beschäftigung essenziell, um alternde Katzen zu unterstützen. Träge Katzen dürfen dabei gerne mit Spielen ermutigt werden, sich zu bewegen, denn so bleibt die Muskelmasse erhalten, die Koordination wird geschult und das Immunsystem gestärkt. Krankheiten und Verletzungen können so vorgebeugt werden. Wenn die Mobilität eingeschränkt ist, können kleine Hilfsmittel den Weg zum Lieblingsplatz erleichtern und das Wohlbefinden der Katze steigern.

Richtiges Körpergewicht

Gewichtsschwankungen und Übergewichtigkeit verringern die Lebenserwartung einer Katze, können jedoch schnell zu einem Problem werden, wenn Alter und Aktivität des Tiers bei der Fütterung nicht beachtet werden oder zu viele Leckerlis verfüttert werden. Mit der richtigen Ernährung und genügend Bewegung kann Übergewicht vermieden und reduziert werden.

Kein Stress für die Katze

Stress ist nicht nur für Menschen eine Herausforderung, auch bei Katzen beeinträchtigt Stress die Gesundheit. Dieser entsteht, wenn keine Rückzugsorte vorhanden sind, durch Revierkämpfe oder auch wenn das Tier bedrängt wird, weil es nicht kastriert ist. Auch Einsamkeit oder die Unterdrückung durch andere Haustiere können für eine Katze zum Problem werden.

Kontakt mit anderen Tieren/Katzen reduzieren

Je weniger Kontakt mit anderen Tieren oder Katzen in der Umgebung besteht, desto weniger Stress entsteht durch Revierkämpfe und andere Streitereien und desto geringer das Infektionsrisiko durch Parasiten und ähnliches.

Eine Maine Coon zeigt einem Hund die Grenzen.

Gefahrstellen minimieren

Obwohl besonders Freigänger bei dem stetig zunehmendem Straßenverkehr ständiger Gefahr ausgesetzt sind, können auch Wohnung und Haus gefährlich werden. Mögliche Gefahrenstellen sind neben giftigen Pflanzen beispielsweise auch offene Putzmittel und gekippte Fenster.

Phasen einer Maine Coon Katze

Ähnlich wie beim Mensch gliedert sich das Leben einer Katze in verschiedene Lebensabschnitte von unterschiedlicher Dauer. Dabei werden 6 Phasen unterschieden:

  • Kitten: 0 – 6 Monate
    Jungtiere wachsen in dieser Phase sehr schnell und sind noch nicht geschlechtsreif.
  • Junior: 7 Monate bis 2 Jahre
    In dieser Phase erreicht eine Katze ihre volle Größe und ist so gut wie erwachsen.
  • Adult: 3 bis 6 Jahre
    In diesem Alter spricht man von einer erwachsenen Katze, die ihr volles Potenzial erreicht hat. Sie ist sehr aktiv und entfaltet ihre Persönlichkeit.
  • Mature: 7 bis 10 Jahre
    Das mittlere Alter einer Katze ist vergleichbar mit 40 bis 50 Jahren beim Menschen. In dieser Phase werden die Katzen meist ruhiger und ausgeglichener.
  • Senior: 11 bis 14 Jahre
    Katzen sind in dieser Phase im Seniorenalter.
  • Super Senior: 15 bis 25 Jahre
    Viele Katze erreichen ein sehr hohes Alter, welches man ihnen meistens jedoch nicht ansieht. Sie bevorzugen viel Ruhe und Schlaf.
Maine Coon Katze: 1 Jahr alt

Alter der Maine Coon erkennen

Wenn die Katze mit 11 Jahren das Seniorenalter erreicht, treten verschiedene Alterserscheinung auf, an denen zu erkennen ist, dass es sich um ein älteres Semester handelt. Denn meist lässt das Äußere der Katze kaum auf ihr Alter schließen. Mögliche Anzeichen eines natürlichen Alterungsprozesses sind:

  • Abbau von Muskelmasse und -kraft: Katzen verlieren im Alter mit eingeschränkter Mobilität und verringerter Aktivität an Muskelmasse und Muskelkraft. Katzenbesitzer sollten darauf achten, die Katze in Bewegung zu halten, um dem entgegenzuwirken.
  • Erhöhtes Schlafbedürfnis: Katzen lieben es, zu schlafen und im Alter verstärkt sich das Schlafbedürfnis zunehmend. Dafür suchen sich die Tiere oft ein warmes Plätzchen.
  • Kuscheleinheiten: Mit zunehmendem Alter werden viele Katzen verschmuster.
  • Nachlassender Spieltrieb: Auch Senioren spielen gerne, bevorzugen aber häufig Denkspiele anstelle von Spielen, bei denen sie jagen müssen. Es erfordert ein wenig Feingefühl, um herauszufinden, was der Vierbeiner mag.
  • Verändertes Verhalten: Oft werden Katzen im Alter sturköpfig, das Gedächtnis wird schwächer und sie können sogar unter Demenz leiden. Eine Portion Geduld und tägliche Rituale erleichtern sowohl dem Besitzer als auch der Katze den Alltag.
  • Ernährung: Appetitlosigkeit ist bei alternden Katzen weit verbreitet, doch sie benötigen ausreichend Kalorien und Nährstoffe, um lange gesund zu bleiben. Deshalb sollte ihnen mehrmals am Tag Futter und Wasser angeboten werden. Wenn die Katze nicht mehr ausreichend trinkt, kann Nassfutter eine Möglichkeit sein, mehr Flüssigkeit zuzuführen.

Lebenserwartungen im Vergleich

Hier haben wir alle bekannten Katzenrassen mit dem zu erwarteten Lebensalter aufgelistet:

KatzenrasseAlter
Straßenkatze4 – 5 Jahre
Hauskatze12 – 15 Jahre
Somali10 – 12 Jahre
Britisch Kurzhaar12 – 14 Jahre
Maine Coon12 – 15 Jahre
Bengal12 – 16 Jahre
Norwegische Waldkatze14 – 16 Jahre
Perser10 – 17 Jahre
Ragdoll12 – 17 Jahre
Siam15 – 20 Jahre
Europäisch Kurzhaar15 – 22 Jahre
Balinese18 – 22 Jahre

Hier geht’s zum vollständigem Beitrag: Wie alt werden Katzen?

Fazit

Katzen können Menschen über Jahre hinweg treue Begleiter sein, wenn sie artgerecht gehalten und liebevoll gepflegt werden. Eine Katze braucht regelmäßige Zuwendungen und das nicht nur in Form von Streicheleinheiten, sondern auch in Form von Spielen und Tierarztbesuchen. Jede Katze hat ihren ganz eigenen Charakter und altert auf ihre eigene Art und Weise. Je besser Katzenbesitzer die Beziehung zur Katze auch im hohen Alter zum Beispiel durch die Unterstützung bei der Fellpflege aufrechterhalten, desto genauer wissen sie Bescheid, was das Tier braucht und können die Lebenserwartung so steigern.

Quellen und weitere Informationen

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