Lebenserwartung Hamster: Wie alt werden Hamster?

Wer sich für die Haltung eines Hamsters interessiert, stellt sich unter anderem die Frage, wie lange Hamster leben. In diesem Artikel klären wir darüber auf, wie lange die verschiedenen Hamsterarten leben, wie sich deren Lebenserwartung beeinflussen lässt und welche Haltungsbedingungen die Lebensspanne verlängern.

Zuerst allerdings die Antwort auf die Frage, wie alt werden Hamster?

Hamster leben durchschnittlich 2–3 Jahre. Ein Zwerghamster wird nur zwei Jahre alt und ein Goldhamster kann bis zu vier Jahre alt werden. Die Lebenserwartung hängt mit der Hamsterasse und den Lebensbedingungen ab.

Goldhamster werden bis zu 4 Jahre alt.

Lebenserwartung von Hamstern im Vergleich

Die Lebenserwartung von Hamstern ist kurz. Im Durchschnitt beträgt sie 2 bis 3 Jahre. Nicht alle Arten erreichen dieses Lebensalter. Die längste Lebensspanne erwartet den Goldhamster, der ursprünglich aus Vorderasien stammt und zur Gruppe der Mittelhamster zählt. Zwerghamster wie der Roborowski-Hamster werden meist nur 2 Jahre alt.

In folgender Tabelle haben wir die Lebenserwartung der beliebtesten Hamsterrassen gegenübergestellt:

HamsterrasseLebenserwartung
Goldhamster2-4 Jahre
Teddyhamster1,5-3,5 Jahre
Dsungarischer Zwerghamster1,5-3 Jahre
Campbell Zwerghamster1-2,5 Jahre
Roborowski Zwerghamster1-2,5 Jahre

Zur Verlängerung der Lebenserwartung tragen unterschiedliche Faktoren bei. Zum einen spielt die Rasse eine entscheidende Rolle: Kleine Arten leben kürzer als größere. Einfluss auf die Lebensdauer nehmen bei Hamstern auch Gendefekte aus der Züchtung, sowie der Stressfaktor. Hamster reagieren sehr empfindlich auf Stress, was die Lebenserwartung verkürzen kann.

Längeres Leben durch angepasste Ernährung

Optimale Lebensbedingungen und damit eine hohe Lebenserwartung stellen Halter etwa durch die Ernährung sicher. Da Hamster aus verschiedenen Regionen der Erde stammen, sind ihre Nahrungsbedürfnisse unterschiedlich. Ein Goldhamster profitiert von einer anderen Futtermischung aus Getreide und Sämereien als ein Zwerghamster.

In einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung dürfen frisches Grün wie Kräuter und Gras nicht fehlen. Obst und Gemüse stehen ebenso auf dem Speiseplan. Was viele nicht wissen, ist, dass Hamster außerdem angewiesen sind auf tierisches Eiweiß, das von Larven, Mehlwürmern oder Insekten stammt.

Ohne Wasser gedeiht kein Leben. Das gilt auch für Hamster. Frisches Trinkwasser sollte selbstverständlich sein. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden, da durch das Graben und Scharren Käfigeinstreu oder Kot in das Trinkgefäß geraten kann.

Artgerechte Haltung, weniger Stress für Hamster

Die Haltungsbedingungen für ein langes Hamsterleben sind artgerecht gestaltet. In freier Natur kommen Hamster in trockenen oder halbtrockenen Landschaften vor. Sie leben an Wüstenrändern oder in Wald- und Bergsteppen. Andere Arten bevorzugen Flusslandschaften und manche ziehen Gemüsegärten oder Streuobstwiesen vor. Je nach Hamstergattung passt sich das Hamsterheim dem Bedürfnis des Fellfreundes an.

Schädigende Umwelteinflüsse stammen oft aus der direkten Umgebung des Heimtieres. Laute Musik oder ein an einem unruhigen Ort aufgestellter Käfig lösen beim Hamster Stress aus. Das Wecken eines schlafenden Hamsters schadet ihm ebenfalls, wenn es wiederholt auftritt. Am besten lassen Halter ihren Hamster schlafen und beschäftigen sich mit ihm, wenn er wach ist.

Ist der Hamster krank, bemerkt es der Halter häufig am Fell. Es wird struppig und glanzlos. Dann ist es Zeit, einen Tierarzt aufzusuchen.

Bewegung und Beschäftigung

Hamster lieben es, sich ihre Nahrung zu suchen. Sie legen dafür täglich weite Strecken zurück. Gesammeltes lagern sie ein, um es bei Bedarf hervorzuholen und erst dann zu fressen. Wer seinem Hamster vergleichbare Bedingungen im Käfig schafft, kann sicher sein, dass beim Hamster selten Langeweile auftritt. Als Beispiel kann man für junge Hamster die Futterangebote auf verschiedenen Ebenen verteilen.

Fehler im Erbgut

Bei Genschäden bei Hamstern aus Züchtungen kann leider kein Einfluss auf die Lebenserwartung genommen werden. Manche der Tiere leben nur ein halbes Jahr, andere schaffen es länger. Voraussagbar ist dies nicht.

Wenn Hamster altern

Schon nach einem Jahr zeigen Hamster Veränderungen im Verhalten. Sie werden langsamer. Wirkt der Hamster sonst gesund, ist das kein Grund zur Besorgnis, sondern eine typische Alterungserscheinung. Ältere Hamster freuen sich über einen altersgerecht eingerichteten Käfig, denn jetzt drohen ihnen neue Gefahren.

Senior-Hamster werden unsicher und Stürze kommen häufiger vor. Vielleicht muss das Trinkgefäß tiefer hängen, damit das Tier leichter an das Wasser kommt. Auch an Nahrungsmittel gelangt der Hamster risikolos, wenn diese im Erdgeschoss des Käfigs liegen. Hohe Plattformen, die das junge Tier noch sicher erklimmen konnte, werden jetzt zur Falle, wenn der Hamster ins Schwanken gerät und droht herabzufallen.

Zu enge Gitterstäbe sind für alternde Hamster ebenfalls kritisch. Um zu vermeiden, dass sich der Hamster verfängt, achten Halter älterer Tiere auf den passenden Gitterabstand. Für Goldhamster gelten Abstände bis höchstens 1 cm als optimal, für Zwerghamster stehen die Stäbe mit 0,8 cm enger.

Seniorennahrung für den älteren Haustierfreund

Manche Tiere hören auf, Obst und Gemüse zu fressen. Dann kann ein Vitaminzusatz im Trinkwasser Defiziten vorbeugen. Generell benötigen ältere Tiere einen höheren Rohfaseranteil in der Nahrung. Der Bedarf an Eiweiß und Fett geht hingegen zurück. Der Tierarzt kann Nahrungstipps geben, die sich am Gesundheitszustand des Hamsters orientieren.

Bei älteren Hamstern sind deutliche Veränderungen am Fell erkennbar. Es kann seine Farbe verändern und heller werden. Das Fell glänzt weniger, wirkt struppig und ist weniger dicht. Vor allem am Kopf kann der Rückgang der Behaarung auffallen.

Dass der Hamster ein hohes Alter erreicht hat, zeigt sich auch in Verhaltensänderungen. Das Schlafbedürfnis nimmt zu und das Fressverhalten ändert sich bis hin zu starken Gewichtsschwankungen. Ob es sich bei diesen Anzeichen um normale Alterserscheinungen oder um eine Erkrankung handelt, kann am besten der Tierarzt abklären.

Hamster in freier Wildbahn

Der in Deutschland heimische Feldhamster ist deutlich größer als die Haustier-Arten. Dennoch übertrifft er die Lebenserwartung selten. Ihn bedroht die moderne Landwirtschaft. Immer weniger geeignete Flächen oder zu früh eingefahrene Erträge erschweren es dem Hamster, ausreichend Wintervorräte einzulagern. Dass Hamster in freier Wildbahn im Frühjahr zur Welt kommen und im Winter verhungern, ist leider keine Seltenheit.

In anderen Gegenden ergeht es den natürlich vorkommenden Hamstern kaum besser. Sie gelten als Agrarschädlinge. In China fangen Bauern die Wildtiere sogar.

Auf einen Blick

Die Lebenserwartung von Hamstern ist mit 2-3 Jahren gering, kann je nach Art allerdings schwanken. Optimale Haltungsbedingungen, regelmäßige Tierarztbesuche und altersgerechte Anpassungen von Ernährung und Käfig wirken sich positiv auf eine hohe Lebensspanne aus. Für ältere Hamster sollte man das Futter besser am Boden verstreuen.

Mehr Informationen über Hamster haben wir im folgenden Beitrag zusammengestellt: Hamster Check – Alle Antworten zu den meistgestellten Fragen

Quellen und weiter Informationen

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