7 beliebte kleine Hunderassen für Anfänger (mit Bild)

Den perfekten Hund für Anfänger präsentieren zu wollen, wenn wir ehrlich sind, das wird nicht gelingen. Denn es gibt sie nicht wie die passende Kleidergröße “von der Stange”. Jeder Vierbeiner bringt seine ureigene Persönlichkeit mit, und das ist ja gerade das Schöne am Zusammenleben mit den geliebten Fellnasen. 

Möglich ist es aber, einige Hunderassen als ein wenig unkomplizierter oder pflegeleichter einzustufen als andere, denn ihre Eigenschaften sind über bestimmte Zuchtziele erreicht und gefestigt worden. So lässt sich eine gewisse Vorauswahl, die für Neu-Hundebesitzer bei der Entscheidung für ihr neues Familienmitglied hilfreich sein kann, durchaus treffen.

Der folgende Beitrag soll den Einsteiger beim Hundekauf unterstützen. Wir stellen 7 besonders beliebte kleine Hunderassen im Porträt vor, die für Menschen ohne Hundeerfahrung gut geeignet sind. Wir zeigen auch, von welchen Kandidaten abzuraten ist, da sie in ihrer Haltung und Erziehung eher anspruchsvoll sind.

Worauf sollte ein Anfänger bei der Auswahl seines zukünftigen Hundes achten?

Die Genetik eines Hundes spielt bei der Wahl eine Rolle, aber es sind noch mehr Faktoren von Bedeutung. Die Entwicklung der Persönlichkeit eines Hundes beginnt in der Welpenzeit und wird geprägt durch seine Mutter, seine Geschwister im Rudel und maßgeblich auch durch seine ersten Kontakte mit den Menschen. 

Daher ist die wichtigste Empfehlung für die Auswahl eines Vierbeiners, nicht nur nach standardisierten Rassemerkmalen zu urteilen, sondern genau hinzuschauen, welche erworbenen Eigenschaften der Hund mitbringt. Wann immer möglich, sollte ein näheres Kennenlernen stattfinden können. 

Hier zeigt sich auch die Bedeutung eines seriösen und verantwortungsvollen Züchters, welcher dem Welpen und Junghund eine liebevolle Umgebung und Aufzucht bietet und ihn gut sozialisiert.

Fällt die Wahl auf einen Hund aus dem Tierschutz, so werden die Pfleger sehr wertvolle Informationen über das Tier geben können und ein Gefühl dafür haben, ob Hund und Besitzer gut zusammenpassen könnten.  

Noch ein Tipp für den neuen Hundehalter: Im Vorfeld ehrlich analysieren, welche Lebensumstände und wie viel Zeit er dem Vierbeiner bieten können wird. Wird ein spielfreudiger Familienhund oder eher ein ruhiger Bürobegleiter gesucht? Wird der Hund viel alleine sein und wie sehen die Freizeitaktivitäten aus? Die Beantwortung dieser Fragen kann entscheidend dafür sein, dass Hund und Herrchen gut zusammenpassen. 

Welche Rassen eignen sich eher nicht für Hundeanfänger?

Während die Attribute für einen Ersthund “freundliches Wesen”, “gelehrig”, “leichtführig” oder “pflegeleicht” lauten, so würden die Merkmale “dominant” oder “hat einen starken Jagdtrieb” eher die anspruchsvolleren Rassen beschreiben, die für einen erfahrenen Halter geeignet sind. Die Größe ist dabei gar nicht so entscheidend, ein großer Hund kann von besonders sanftem Wesen sein, wie der Golden Retriever, umgekehrt kann ein Dackel ohne konsequente Führung schnell zu einem kleinen Tyrannen werden. 

Grundsätzlich ist der berühmte “eigene Kopf” eine Charaktereigenschaft, die Erfahrung im Umgang vom Halter erfordert und einen Hundeanfänger leicht überfordern kann. Es sind Hunderassen, die zur Dominanz neigen und ihre Grenzen ein wenig mehr austesten als andere. Auch diese Hunde sind durchaus als “gelehrig” zu bezeichnen, jedoch nutzen sie ihre Intelligenz differenzierter, und haben nicht so sehr den Drang zu gefallen.

Recht ähnlich ist es mit Hunderassen, deren Natur und/oder Zuchtziele bestimmte Instinkte besonders stark zur Ausprägung kommen lassen. Es kann der Jagd- oder Hütetrieb sein, auch die Wachsamkeit ist eine solch tonangebende Eigenschaft. Diese Hunde sind von ihrer Bestimmung geprägt, und um ihnen und den Menschen ein gutes Miteinander zu ermöglichen, bedürfen sie einer artgerechten Haltung und Führung. Das stellt große Ansprüche an ihre Halter, denn die Instinkte brauchen eine positive Bestätigung, um einen glücklichen und ausgeglichenen Hund zu haben.

Jedem Einsteiger in die schöne neue Welt der Hundehaltung kann nur empfohlen werden, für die Sozialisierung, Erziehung und das Training fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich entsprechendes Wissen anzueignen. Dann wäre es möglich bei “Liebe auf den ersten Blick” auch einen Hund mit größeren Ansprüchen zu halten. 

7 beliebte kleine Hunderassen für Anfänger

1. Malteser

Der Malteser ist eine sanfte und furchtlose Hunderasse, die jeden als Freund begrüßt. Sein glamouröses weißes Fell verleiht ihm ein hochmütiges, edles Aussehen. Der Maltese zählt zu den ältesten Hunderassen.

Rasse: Malteser
Größe: 20 – 25 cm
Gewicht: 3 – 4 kg
Charakter: Verspielt, Fügsam, Unbeschwert, Lebendig
Herkunft: Mexiko
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre

2. Mops

Der Mops ist ein quadratisch anmutender, muskulöser kleiner Hund, welcher durch seine Gedrungenheit, seine stumpfe Nase und die großen Augen zu einer unverwechselbaren Erscheinung wird. Sein Wesen ist absolut liebenswert, er ist immer freundlich, charmant und witzig und möchte am Familienleben teilnehmen. Die englische Rasse soll asiatische Wurzeln haben und leidet bedauerlicherweise durch ihre Beliebtheit heutzutage sehr unter verantwortungsloser Vermehrung und Qualzucht.

Rasse: Mops
Größe: 25 – 30 cm
Gewicht: 6 – 10 kg
Charakter: intelligent, ausgeglichen, charmant, kinderfreundlich
Herkunft: Großbritannien
Lebenserwartung: 6 – 14 Jahre

3. Havaneser

Der niedliche, kleine Havaneser aus Kubas Hauptstadt Havanna ist der ideale Begleit- und Familienhund. Er ist freundlich, verspielt und lauffreudig. Sein seidiges, glänzendes Fell braucht intensive Pflege, um nicht zu verfilzen.

Rasse: Havaneser
Größe: 23 – 27 cm
Gewicht: 3 – 6 kg
Charakter: fröhlich, kinderlieb, gutmütig, geschickt, lerneifrig
Herkunft: Kuba
Lebenserwartung: 13 – 15 Jahre

4. Bichon Frisé

Der intelligente, aparte Bichon Frisé mit den seidigen, weißen Löckchen und der optischen Nähe zum Pudel ist ein liebenswerter und sportlicher Familienhund. Seine Ursprünge gehen zurück bis in die Antike und am französischen Hof und beim Adel war er besonders bliebt.

Rasse: Bichon Frisé
Größe: 25 – 30 cm
Gewicht: 4 – 6 kg
Charakter: lebensfroh, agil, intelligent, kinderfreundlich
Herkunft: Frankreich
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre

5. Zwergpudel

Der Pudel ist aufgrund seiner liebenswerten Art und seines Lerneifers ein beliebter Begleithund, der den Familienanschluss braucht, um glücklich zu sein. Die Rasse wird in vier verschiedenen Größenstufen gezüchtet. Ihre Vorfahren wurden bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt und aufgrund ihrer Cleverness waren sie beliebte Zirkushunde.

Rasse: Zwergpudel
Größe: 24 – 35 cm
Gewicht: 3 – 6 kg
Charakter: intelligent, lernfreudig, gesellig, familientauglich, liebevoll
Herkunft: Frankreich
Lebenserwartung: 12 – 17 Jahre

6. Maltipoo

Der Maltipoo ist ein sogenannter Hybridhund, (der den Labradoodle zum Vorbild hat), und wurde aus Pudel und Malteser gekreuzt. Es handelt sich nicht um eine anerkannte Hunderasse. Maltipoos sind stets fröhliche und charmante Begleiter, sie spielen gerne und sind von robuster Gesundheit.

Rasse: Maltipoo
Größe: 20 – 30 cm
Gewicht: 3 – 6 kg
Charakter: fröhlich, verspielt, familienfreundlich, gelehrig
Herkunft: USA
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre

7. Bolonka Zwetna

Der russische Zwetnaja Bolonka, kurz Bolonka, ist ein Mitglied der Bichon-Familie. Bolonka Zwetna sind robuste, fröhliche, verspielte kleine Hunde mit einem anhänglichen und liebevollen Temperament. Sie sind intelligente, aufgeschlossene, vertrauensvolle und energiegeladene Hunde, die sich auch damit zufrieden geben auch mal ruhig auf dem Schoß zu sitzen.

Rasse: Bolonka Zwetna
Größe: 24 – 26 cm
Gewicht: 2 – 5 kg
Charakter: freundlich, anhänglich und intelligent
Herkunft: Russland
Lebenserwartung: 12 – 15 Jahre

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