Jagdhunde – Eine Übersicht

Der Jäger und sein Jagdhund, ihr Zusammenleben und – vor allem – das Zusammenarbeiten hat eine lange Geschichte und beruht auf einer tiefen Beziehung, deren Grundlage tiefes, gegenseitiges Vertrauen ist. Der Jagdhund ist mehr als andere Rassen ein unabhängiger und selbständig denkender Hund, was die Basis für all seine Qualitäten darstellt. Jedoch kann genau dies im Alltag für einen Hundebesitzer eine große Herausforderung sein.

Deutsch-Kurzhaar im Wald: Jagdhunde haben eine besondere Ausstrahlung

Die besondere Anziehungskraft des Jagdhundes

Warum üben viele Jagdhunderassen eine so besondere Anziehungskraft auf den Menschen aus? Weil ihre ganze Erscheinung Selbstsicherheit, Stärke, Mut und dadurch eine große Individualität, ja sogar Noblesse ausstrahlt. Sie sind abseits der Jagd für ihr ruhiges, ausgeglichenes Wesen bekannt. Hinzu kommt, dass die Jagd ehemals der gehobenen Gesellschaft, der Aristokratie und dem Hofe vorbehalten war und dem jagdlich geführten Hund von jeher eine besondere Wertschätzung entgegengebracht wurde.

So ist es nicht verwunderlich, dass sie auch ihren Weg in Familien und ein Umfeld fern ihrer natürlichen Bestimmung gefunden haben. Zu den oft gesichteten Beispielen gehören die Jack Russell Terrier, Beagle, Teckel, Golden Retriever oder der Labrador. Tatsächlich gibt es bereits Bestrebungen unter den Züchtern, Jagdhunde ganz speziell entweder auf die jagdlichen oder die Eigenschaften als schön anzusehender Familienbegleithund anzupaaren. 

Ein Labrador Retriever beim Apportier-Training

Den klassisch veranlagten Jagdhund in einen normalen Alltag zu integrieren, erfordert ein hohes Maß an Bewusstsein für eine Haltung, welche diesen besonderen Caniden gerecht wird. Denn werden sie nicht artgerecht gehalten und beschäftigt, verselbständigen sich ihre Instinkte und die Tiere werden schwer zu kontrollieren. Dauerhafte Unterforderung wird große Probleme mit sich bringen, wenn der Besitzer der Verantwortung eines Halters gegenüber seinem Partner Hund nicht genügen kann.

Einteilung der Jagdhunderassen 

Eine Kategorisierung der Jagdhunderassen untereinander wird aufgrund besonderer Talente und Eigenschaften vorgenommen, die den natürlichen Gegebenheiten und der Praxis der Jagd entsprechen. Das Jagdgebrauchshundewesen gliedert die Tiere wie folgt in 6 Gruppen auf:

  • Vorstehhunde sind Allrounder und vielseitig einsetzbar in Wald, Feld und Wasser. Sie zeigen dem Jäger durch ihre Körperhaltung (das “Vorstehen”) das gewitterte Wild an. Sie heben einen Vorderlauf an und fixieren mit ihrem Blick die Richtung in der sich die Beute befindet. Dieses Verhalten ist genetisch angelegt und beruht auf einer Beutegreifhemmung.
  • Stöberhunde durchstöbern/durchsuchen das Jagdgebiet nach versteckten Wild und treiben es in Richtung des Jägers. 
  • Schweißhunde spüren verletztes Wild, besonders Schalenwild, in der Nachsuche auf (Schweiß = Blut in der Jägersprache)  und stellen es. Außerdem sind sie große Spezialisten für die Wundfährte. 
  • Bracken oder Jagende Hunde haben einen besonders ausgeprägten Jagdtrieb. Sie suchen, finden und verfolgen das Wild und geben dabei Laut (Spurlaut).
  • Erdhunde oder Teckel stöbern Kleinwild im Bau auf, verfolgen, stellen und zeigen es an. Sie leisten auch einen Beitrag bei der Stöberjagd und der Nachsuche.
  • Apportierhunde sind spezialisiert auf die Enten- und Niederwildjagd und apportieren das erlegte Wild. Sie haben das typische “weiche Maul” und fügen dem Wild keine Verletzungen zu.

Beliebte Jagdhunde im deutschen Raum

Im Folgenden stellen wir 11 der beliebtesten Jagdhunderassen mit einem Kurzporträt vor, das besonders auf ihre jagdlichen Eigenschaften eingeht.

1. Weimaraner

Der Weimaraner zählt zu den besonderen Schönheiten der Hundewelt. Sein wohlproportionierter, muskulöser Körper sowie das rehgraue, matt glänzende kurze Fell und seine selbstsichere Ausstrahlung begeistern viele Hundefreunde. Unter den Jagdhunden repräsentiert er die alten deutschen Vorstehrassen und ist somit bei fachgerechter Ausbildung ein Allrounder im jagdlichen Einsatz. Er sucht das Wild, zeigt es an und kann es apportieren, auch aus dem Wasser. Ebenso für die Schweißarbeit und Nachsuche eignet er sich im jagdlichen Alltag. Der Weimaraner ist ein hochintelligenter und raubzeugscharfer Vorstehhund, was eine große Portion Selbstbewusstsein und Mut voraussetzt. Bis vor einiger Zeit wurde ihm auch “Mannschärfe” zugeordnet. Sein Schutztrieb ist sehr ausgeprägt. All diese rassetypischen Eigenschaften zeigen die Bedeutung der artgerechten und kompetenten Führung. Nur dann wird er seine besten Seiten zeigen können und ein verlässlicher Begleiter sein.

Rasse:Weimaraner
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 59–63 cm, Rüde: 62–67 cm
Gewicht:Hündin: 25–35 kg, Rüde: 30–40 kg
Farben:Silbergrau, Mausgrau, Silber
Charakter:Zuverlässig, Kraftvoll, Stur, Zurückhaltend, Intelligent, Energisch, Konzentriert, Schnell
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:11 bis 14 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

2. Deutsch-Drahthaar

Der Deutsch Drahthaar gehört zur Kategorie der Vorstehhunde. Er ist von kräftiger, aber eleganter Statur und hat einen kompakten Körperbau. Sein drahthaariges Fell mit dichter Unterwolle ist sein Markenzeichen. Für den Einzeljäger ist er ein vielseitiger, perfekter Partner, denn er wird allen Situationen im jagdlichen Alltag gerecht. Trotz der klaren, jagdlichen Bestimmung zählt er zu den beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Das liegt an seinem ausgeglichenen Charakter und seiner Eignung, mit Familienanschluss glücklich zu werden. Diese Seite kommt allerdings nur dann zum Tragen, wenn der intelligente Hund seiner Bestimmung gemäß gehalten und geführt wird. Er gilt als gut erziehbar, braucht aber wie alle selbstständigen Jagdhunde eine konsequente Führung, denn er ist im Hauptberuf Jagdhund und kann bei guter Auslastung, die ihn zufrieden und glücklich macht, in seiner Freizeit der angenehmste Begleiter in der Familie sein. Er braucht den Anschluss an seine Menschen und begleitet sie als vor Kraft strotzender Sportler auch liebend gern beim Ausreiten, Joggen oder Radfahren.

Rasse:Deutsch-Drahthaar
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 57–64 cm, Rüde: 61–68 cm
Gewicht:Hündin: 27–32 kg, Rüde: 27–32 kg
Farben:Weiß und leberfarben, Leberbraun, Roan, Schwarz-weiß
Charakter:Eigenwillig, Freundlich, Intelligent, Anhänglich, Loyal, Aktiv
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:12 bis 14 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

3. Kleiner Münsterländer

Der kleine Münsterländer ist ein prächtiger und typvoller Jagdhund und ist das kleinste Mitglied der Kategorie der deutschen Vorstehhunde. Er ist temperamentvoll und von hoher Intelligenz, was ihn zu einem besonders lernfähigen Partner macht. Der Jäger lobt seine gute Wildschärfe und den ausgeprägten Beutetrieb. Außerdem ist er apportierfreudig und liebt die Wasserarbeit, was ihn auch für die Entenjagd prädestiniert. Sein Wesen kann man trotz der besonderen jagdlichen Eignung als ausgeglichen bezeichnen – vorausgesetzt, er wird fachgerecht geführt und erhält seine körperliche und geistige Auslastung. Dann kann er durchaus in einer Familie mit Kindern sein Glück finden, im Garten mit ihnen toben oder an Ausdauersportarten teilnehmen. Da er früher auf landwirtschaftlichen Anwesen neben seinem regelmäßigen Einsatz auf der Jagd auch als Wächter für Haus und Hof eingesetzt wurde, kann bis heute eine gewisse natürliche Reserviertheit beim Erstkontakt mit fremden Menschen bemerkt werden. Diese löst sich aber schnell auf, denn er ist vom Grunde her menschenfreundlich und geht, wie alle Jagdhunde, enge Bindungen zu seinem Halter und den Bezugspersonen ein.

Rasse:Kleiner Münsterländer
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 48–56 cm, Rüde: 50–58 cm
Gewicht:Hündin: 18–27 kg, Rüde: 18–27 kg
Farben:Braunschimmel, Braun-weiß
Charakter:Aufmerksam, Anhänglich, Durchsetzungsstark, Intelligent, Glücklich, Erziehbar
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:12 bis 13 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

4. Deutsch-Kurzhaar

Unter den deutschen Vorstehhunden gilt der Deutsch Kurzhaar als der Spezialist auf dem Felde. Er ist sehr lauffreudig und konditionsstark und deckt die weiten Suchen ab. Seine äußere Erscheinung kann als das Idealbild des Jagdhundes bezeichnet werden. Von mittlerer Größe und mit ausgewogenen Proportionen wirkt er trotz seiner kraftvollen Ausstrahlung elegant. Im jagdlichen Alltag ist er ein vielseitiger Allrounder mit einem bisweilen überschäumenden Temperament, wenn es um seine Sache – die Jagd – geht. Unter fachkundiger Führung ist der intelligente Canide jedoch kooperativ und gut erziehbar. Fachkunde und Erfahrung braucht es in allen Fällen, um aus diesem leistungsfähigen und vielseitigen Jagdgebrauchshund einen verlässlichen Partner zu machen. Werden Körper und Geist aber ausgelastet und gefördert, so ist auch er zu Hause ein ruhiger und angenehmer Mitbewohner, der den Anschluss an seine Familie genießt. 

Rasse:Deutsch-Kurzhaar
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 53–59 cm, Rüde: 58–64 cm
Gewicht:Hündin: 20–27 kg, Rüde: 25–32 kg
Farben:Leberschimmel, Weiß und leberfarben, Leberbraun, Braun-weiß, Schwarz-weiß, Braun
Charakter:Ungestüm, Intelligent, Unerschrocken, Anhänglich, Kooperativ, Erziehbar
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:12 bis 14 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

5. Magyar Vizsla

Der hochelegante Vizsla mit dem semmelgelben, kurzen Deckhaar und dem markanten Äußeren ist von ungarischer Herkunft und wird den kontinentalen Vorstehhunden zugeordnet. Er besitzt eine vielseitige jagdliche Veranlagung, die er vor allem im Feld unter Beweis stellt, denn er arbeitet sichtlaut beim Erblicken der Beute, gibt aber keinen Fährtenlaut. Zu seinen weiteren rassetypischen Eigenschaften zählen ein überdurchschnittlicher Spürsinn und bestes Apportierverhalten. Auch die Wasserarbeit liegt ihm sehr, er verfolgt Schwimmspuren sicher und schnell. Der Vizsla ist sportlich und kletterfreudig in schwerem Gelände und ein Hund von robuster Konstitution. Sein Naturell ist für einen Jagdhund sehr angenehm, er ist eher als sensibel zu bezeichnen und die Erziehung und Ausbildung eines Magyar Vizsla sollte von liebevoller Konsequenz geprägt sein. Für seinen ausgeprägten Jagdtrieb braucht es eine große Portion Hundeverstand und Einfühlsamkeit, dann kann er bei artgerechter Haltung und Auslastung aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit auch in privater Hand gehalten werden. Obgleich er oft als leichtführig bezeichnet wird, ist der Vizsla kein Hund für Anfänger.

Hungarian hound pointer vizsla dog in autumn time in the field
Rasse:Magyar Vizsla
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 53–61 cm, Rüde: 56–64 cm
Gewicht:Hündin: 18–25 kg, Rüde: 20–29 kg
Farben:Semmelgelb, Golden, Rot Golden
Charakter:Anhänglich, Energisch, Loyal, Still, Sanftmütig
Herkunft:Ungarn
Lebenserwartung:12 bis 14 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

6. Deutscher Jagdterrier

Der mittelgroße, robuste Deutsche Jagdterrier, in Jagdkreisen DJT genannt, ist ursprünglich ein Vertreter der Erdhunde, der vorzügliche Arbeit in Fuchs – und Dachsbauten leistete. Seine Fähigkeiten sind aber weitaus vielseitiger und so wird der wesensfeste, spurlaute Geselle auch bei der Bodenjagd und der Jagd auf Schalenwild (Reh, Hirsch, Gams) eingesetzt. Seine Furchtlosigkeit ist berühmt, er stellt sich auch dem äußerst wehrhaften Wildschwein entgegen und seine Nase hat sich ebenfalls bei Schweißarbeit und Nachsuche bewährt. Trotz ihrer eher kleinen Statur sind sie eifrige Apportierer und bestens geeignet für die Wasserjagd. Sie stöbern ausdauernd und agil im Schilf und tiefes Wasser schreckt sie nicht. Der Deutsche Jagdterrier ist ein Jagdgebrauchshund, ein echter Profi, und braucht eine dementsprechend professionelle Führung. Züchter wissen um den anspruchsvollen Charakter dieses Caniden und geben ihre Welpen bevorzugt in Jägerhände. Ausschließlich als Familien – oder Begleithund eignet sich ein Jagdterrier in keinem Fall. Er braucht den Anschluss an seine Bezugsperson, die er respektiert, und seine Arbeit, dann kann er durchaus umgänglich und verträglich mit anderen Haustieren und kinderlieb sein.

Rasse:Deutscher Jagdterrier
Kategorie:Terrier
Größe:Hündin: 33–40 cm, Rüde: 33–40 cm
Gewicht:Hündin: 7,5–8,5 kg, Rüde: 9–10 kg
Farben:Schwarz und Loh
Charakter:Zuverlässig, Durchsetzungsstark, Umgänglich, Intelligent, Anpassungsfähig, Tapfer
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:12 bis 14 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

7. Labrador Retriever

Der Labrador Retriever ist zuallererst von seiner Natur her ein Jagdhund, welcher der Kategorie der Apportierhunde angehört. Seine Freundlichkeit und beste Führigkeit machen ihn aber darüber hinaus zu einem der beliebtesten Begleit – und Familienhunde. Der wunderbare, passionierte Labrador Retriever britischer Abstammung wird in seiner Heimat traditionell nach dem Schuss, im deutschen Jagdwesen in all seiner Vielseitigkeit eingesetzt. Er apportiert in jedem Gelände mit weichem Maul und seine überdurchschnittliche Nase prädestiniert ihn für die Schweißarbeit. Rassetypisch ist auch seine Vorliebe für das Wasser, er ist ein brillanter Schwimmer. Besonders hervor zu stellen ist bei diesem Hund sein angenehmes Temperament, sein Arbeitseifer und der berühmte „Will to please“, also der Wunsch, seinem Herren zu gefallen und für ihn alles zu geben. In Kombination mit den genannten Fähigkeiten öffnet sich dieser Rasse über die Jagd hinaus auch ein weites Feld als Arbeitshund. So sehen wir den Labrador Retriever als Rettungshund, als Blindenführhund, als Signalhund und seine unbestechliche Nase erspürt Drogen und Sprengstoff im Einsatz für Polizei und Zoll. (Hier mehr zum Labrador Retriever)

Rasse:Labrador Retriever
Kategorie:Apportierhund
Größe:Hündin: 55–60 cm, Rüde: 57–62 cm
Gewicht:Hündin: 25–32 kg, Rüde: 29–36 kg
Farben:Schwarz, Schokoladenbraun, Gelb
Charakter:Ausgeglichen, Intelligent, Nett, Agil, Kontaktfreudig, Zutraulich, Sanftmütig
Herkunft:Kanada, England
Lebenserwartung:10 bis 12 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Ja

8. Irish Red Setter

Der Irish Red Setter ist ein athletisch gebauter Jagdhund mit einer ebenso kraftvollen wie freundlichen Ausstrahlung. Das befederte, kastanienbraune Fell, das in der Sonne glänzt, ist sein Markenzeichen. Im jagdlichen Einsatz zeichnet der Vorsteher sich durch seine Ausdauer und Freude an der Arbeit aus, die er bei ausgeglichenem Temperament ausführt. Dem Einzeljäger dient er auch als hervorragender Apportierer aus dem Wasser. Zu den besonders hervor zu stellenden Eigenschaften dieses Vorstehhundes gehören seine Paarsuchenfähigkeit und das Sekundieren. Er kann mit einem zweiten Hund suchen und sollte dieser eine Beute durch Vorstehen anzeigen, wird auch der Irish Red bei „Eräugen“ seines Partners die Vorstehhaltung einnehmen, also sekundieren. Um seine gute Führigkeit unter Beweis stellen zu können, braucht der Setter eine erfahrene Hand und konsequente Erziehung, die seinem lebhaften Temperament und seiner Sensibilität gleichermaßen gerecht werden kann. Passen Hund und Herrchen auf dieser Ebene gut zusammen und wird dem Irish Red ein Leben voller Aufgaben und Abwechslung geboten, so kann er ein liebenswerter und ausgeglichener Freund für die ganze Familie sein.

Rasse:Irish Red Setter
Kategorie:Vorstehhund
Größe:Hündin: 55–62 cm, Rüde: 64–67 cm
Gewicht:Hündin: 24–29 kg, Rüde: 27–32 kg
Farben:Mahagonifarben, Rot, Chestnut
Charakter:Lebendig, Anhänglich, Energisch, Eigenständig, Verspielt, Kameradschaftlich
Herkunft:Irland
Lebenserwartung:12 bis 15 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

9. Beagle

Der Beagle ist ein Jagdhund, auch wenn sein anpassungsfähiger Charakter und das freundliche Wesen ihn trotz seines sprichwörtlichen Dickkopfes zu einem überaus beliebten Familienhund haben werden lassen. Ein Leben ohne jagdlichen Einsatz ist für einen Beagle vorstellbar, denn er ist kinderlieb, verspielt und fröhlich bei ausgeglichenem Temperament. Allerdings setzt diese Haltung ausreichende Bewegung sowie eine konsequente Erziehung und Führung voraus, um seinem ausgeprägten Jagdtrieb Herr zu werden. Das Jagdhundewesen ordnet den Beagle den Bracken zu und damit den Urtypen der Hunde. Er zählt in seiner Heimat England zu den klassischen Meutehunden und dieses Erbe macht ihn zu einem besonders sozialverträglichen Caniden. Bracken haben als Schweißhunde große Ausdauer und eine erstklassige Nase und diese zählt zu der ausgeprägtesten jagdlichen Eigenschaft des Beagles. Die Nase auf der Erde, die Rute in der Höhe – das zeichnet ihn aus. Der robuste Hund geht suchend durch das tiefste Unterholz, ist spur – und fährtenlaut dabei, und sein Finderwille ist legendär. 

Rasse:Beagle
Kategorie:Braken
Größe:Hündin: 33–38 cm, Rüde: 36–41 cm
Gewicht:Hündin: 9–10 kg, Rüde: 10–11 kg
Farben:Braun-weiß, Orange-weiß, Rot-weiß, Chocolate-tricolour
Charakter:Liebenswürdig, Ausgeglichen, Intelligent, Zielstrebig, Reizbar, Sanftmütig
Herkunft:England
Lebenserwartung:12 bis 15 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

10. Dackel

Der Dackel, auch Deutscher Teckel oder Dachshund genannt, stammt von den Bracken ab und ist ein Jagdhund über und, aufgrund seiner Größe, auch unter der Erde. Er ist der kleinste deutsche Jagdgebrauchshund und der Jäger schätzt seine mutige Ausdauer im Bau, besonders von Dachs und Fuchs. Auch bei Drückjagden und auf der Wundfährte wird der Dackel eingesetzt. Im Jagdeinsatz muss er selbstständig arbeiten und eigene Entscheidungen treffen, und diese Eigenschaften trägt er natürlich mit in das Leben als Begleithund hinein. Daher wird er oft als eigensinnig verkannt, wenn er die Rolle eines Schoßhundes einnehmen soll. Die ihm nicht gefällt und längst nicht gebührt. Findet er jedoch in seinem Halter einen Menschen mit Führungsqualitäten für einen passionierten Jagdhund, so zeigt er sich als ausgeglichenes, charmantes Familienmitglied, das seine Grenzen akzeptiert und sich mit Freude und Einsatz für verschiedene Hundesportarten ausbilden lässt.

Rasse:Dackel
Kategorie:Teckel
Größe:25–45 cm
Gewicht:5–9 kg
Farben:Schwarz, Chocolate & Tan, Schwarz und Loh, Brauntiger, Blau und loh, Creme, Loh, Rot
Charakter:Klug, Stur, Hingebungsvoll, Lebendig, Eigenständig, Aktiv, Verspielt, Tapfer
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:12 bis 16 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

11. Bayerischer Gebirgsschweißhund

Der Bayerische Gebirgsschweißhund trägt seine Bestimmung im Namen. Er ist ein gewissenhafter und wesensfester Arbeitshund, der als absoluter Spezialist auf der Wundfährte mit einem starken Spurtrieb gilt. Sein Einsatz ermöglicht das schnelle Auffinden und Erlösen des verletzten Wildes. Dabei ist er fährtenlaut und sichtlaut. In seinem Beruf als Jagdhund arbeitet er hellwach und mit größter Präzision. Im Zusammenleben mit seinem Besitzer kann er trotz seines, für einen Jagdhund typischen, Selbstbewusstseins als ausgeglichen und sanftmütig beschrieben werden. In den Händen von Nichtjägern wird diese Rasse jedoch nicht glücklich. In Deutschland organisieren sich anerkannte Schweißhundeführer mit ihren hoch spezialisierten Tieren, um bestimmte Jagdgebiete abzudecken und um die Hunde regelmäßig ihrer Bestimmung zuführen zu können. Die einzige sinnvolle Arbeits-Alternative für einen Schweißhund ist das professionell ausgeführte Mantrailing. Hier sucht der Hund statt nach der Wundfährte nach dem individuellen Geruch eines Menschen.

Rasse:Bayerischer Gebirgsschweißhund
Kategorie:Schweißhund
Größe:Hündin: 44–48 cm, Rüde: 47–52 cm
Gewicht:Hündin: 18–25 kg, Rüde: 20–28 kg
Farben:Tiefrot, Hirschrot, Rotbraun, Rotgelb, Fahlgelb, Rotgrau
Charakter:Agil, Loyal, Feurig, Still, Ruhig, Tapfer
Herkunft:Deutschland
Lebenserwartung:10 bis 12 Jahre
Familienfreundlich:Ja
Für Anfänger geeignet:Nein

Quellen und weitere Informationen

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